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Edelstahlgewebe

Edelstahlgewebe ist ein Drahtgeflecht, das mit einer speziell an das Material angepassten Webtechnologie hergestellt wird. Die verwendeten Drähte können je nach Edelstahllegierung einen Durchmesser von 12 µm bis 7 mm aufweisen.

In der Industrie wird Edelstahlgewebe hauptsächlich in der Filtrations- und Trenntechnik eingesetzt. Durch die Kombination von Material und Webtechnik lassen sich exakt reproduzierbare Netzmedien herstellen, die sich durch die extrem geringe Varianz der Porengröße und durch die hohe Stabilität der Porengeometrie auszeichnen. Dies unterscheidet Edelstahlgewebe von z.B. Kunststoffgewebe mit gleicher Filterfeinheit.

Die verwendeten Edelstahllegierungen sind entscheidend für die Bestimmung der Einsatzgebiete in Bezug auf Korrosion, Temperaturen und Festigkeiten. Die derzeit verfügbaren Materialien aus Edelstahl und seinen Legierungen können sowohl in extrem korrosiven Umgebungen als auch in Anwendungen mit sehr hohen Temperaturen eingesetzt werden. Edelstahldrahtgeflecht kann durch weitere Veredelung durch Schweiß-, Löt-, Klebe- und Sintertechnologien, die genau auf die Art des Drahtgeflechts abgestimmt sind, zu speziell entwickelten Filterelementen verarbeitet werden.

Aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften sind Edelstahlgewebe auch in der Architektur sehr beliebt. Edelstahlgitterflächen sind dank ihres breiten Funktionsumfangs mehr als nur Designobjekte: Ideal für Außenanwendungen können Fassadenplatten aus Edelstahl mit einer Breite von bis zu 8 m hergestellt werden, die im Sommer den Sonnenenergieeintrag in das Gebäude reduzieren und im Winter die Wärme im Gebäude halten (wodurch die Energiebilanz verbessert wird – z. B. Luna Apartments, Australien). Videofähige, großflächige und transparente Medienfassaden sind dank verwobener LED-Streifen ebenfalls möglich.

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